Reiseziel Teneriffa: Sonnenverwöhnte Vulkaninsel im Atlantik

Wetter und Klima auf der Kanareninsel Teneriffa

Mit einer Fläche von über 2.000 Quadratkilometern ist Teneriffa die größte der Kanarischen Inseln. Rund 250 Kilometer vor der Küste Marokkos im Atlantischen Ozean gelegen, erfreut sich die spanische Insel ganzjährig eines angenehmen subtropischen Klimas. Spaniens höchster Berg Pico del Taide teilt die Ferieninsel in eine südliche und nördliche Klimazone. Der Süden der Insel ist sonnenverwöhnt und extrem niederschlagsarm. Die Sommermonate sind in der Südhälfte nahezu niederschlagsfrei, während es im Winter im Durchschnitt an drei Tagen pro Monat regnet.

Der Norden Teneriffas ist den Passatwinden zugewandt. Dank der höheren Luftfeuchtigkeit und vermehrter Niederschläge ist die nördliche Hälfte mit einer üppig grünen Flora gesegnet. Im Sommer fallen auch in der Nordhälfte kaum Niederschläge. Im Winter ist mit fünf bis sieben Regentagen pro Monat zu rechnen.

Die beste Reisezeit für Teneriffa ist von Januar bis Dezember

Teneriffa ist zu jeder Jahreszeit eine Reise Wert. Die optimale Reisezeit hängt vornehmlich von den persönlichen Interessen und Vorlieben ab. Sonnenanbeter und Strandliebhaber kommen vor allem in den Monaten zwischen Mai und Oktober auf ihre Kosten. Die Tagestemperaturen klettern in den Sommermonaten auf bis zu 30 Grad Celsius, während die stets wehenden Passatwinde für eine willkommene Brise sorgen.

Für Aktivurlauber und Naturfreunde ist vor allem der Frühling als Reisezeit zu empfehlen, wenn die Blütenzeit im Norden Teneriffas einsetzt und die Temperaturen ideal für Wanderungen und sonstige Outdooraktivitäten sind. Die Herbstmonate bieten bei durchschnittlich 26 Grad ebenfalls hervorragende Bedingungen, um den mitteleuropäischen Sommer zu verlängern und sich aktiv in der Natur zu erholen.

Selbst im tiefsten Winter scheint die Sonne auf Teneriffa durchschnittlich fünf Stunden am Tag. Auch wenn es zu dieser Jahreszeit vermehrt zu Wolkenbildung und Regen kommt, können sich Reisegäste auf angenehme Temperaturen von 20 Grad im Durchschnitt freuen. Teneriffa ist deshalb bei Langzeiturlaubern äußerst beliebt, die zum Überwintern auf die Kanareninsel kommen. Die Wassertemperaturen erreichen mit bis zu 25 Grad ihren Höchstwert im September und Oktober. In den Frühjahrsmonaten kühlt der Atlantische Ozean auf rund 18 Grad ab.

Die Strände Teneriffas: Sonnig, sicher und sauber

Mit über 40 verschiedenen Stränden und ganzjährigem Badewetter bietet Teneriffa optimale Voraussetzungen für Ferien am Meer. Die Sauberkeit der Strände hat auf der Kanareninsel einen hohen Stellenwert. Entsprechend hoch ist der Anteil an Stränden, die als besonders sicher und sauber gelten und deshalb jährlich mit den sogenannten „Blauen Fahnen“ ausgezeichnet werden. Was die Strände von Teneriffa besonders macht, ist ihre Vielfältigkeit.

Strände mit schwarzem Lavastrand zeugen vom vulkanischen Ursprung der Insel. Hier ist insbesondere die Playa de la Arena im Südwesten Teneriffas zu nennen, der oft als schönster Strand der Kanaren bezeichnet wird. Umgeben von pechschwarzen Felsen liegt der Strand in einer kleinen Bucht. Den hinteren Strandteil zieren tropische Palmen. Das Meer an der Playa de la Arena ist meist sehr ruhig, weshalb der Strand vor allem bei Familien und Schwimmern populär ist. Die Playa de la Arena zählt zu den sichersten und saubersten Stränden von ganz Europa. Über Holzwege können sich auch Rollstuhlfahrer gut am Strand fortbewegen und fast bis ans Meer gelangen.

Ebenfalls familienfreundlich mit einem netten Spielplatz und einem kleinen Wasserfall präsentiert sich die Playa Jardin in Puerto de la Cruz im Norden der Urlaubsinsel. Mit Kakteen bewachsene Felsen und stolze Palmen umrahmen den schwarzen Lavastrand.

Die perfekte Welle finden Surfer an der Playa del Socorro bei Los Realejos. Wer lieber im Internet statt im Atlantik surfen möchte, kann sich hierüber kostenloses WiFi freuen. Ein Paradies für Wind- und Kitesurfer ist die 3 Kilometer lange Playa del Médano mit ihren stetigen Winden.

Vielfältige Wassersportmöglichkeiten wie Kajak-, Jetski- oder Tretbootfahren sowie feuchtfröhliche Ausflüge mit dem Bananenboot werden an der Playa Las Vistas angeboten.

Der bekannteste Strand der Urlaubsinsel ist die Playa Las Teresitas im Norden der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Hier wurde aus importiertem, goldfarbenem Saharasand und tropischen Palmen künstlich ein Postkartenstrand erschaffen, der in Kombination mit dem türkisblauen Atlantik Assoziationen an ein karibisches Urlaubsparadies weckt.

Reisenden, die nahtlos braun von ihrem Urlaub auf Teneriffa zukehren möchten, seien die FKK Strände Playa las Gaviotas und Playa de los Patosist empfohlen.

Die 7 schönsten Ausflugsziele auf der Urlaubsinsel Teneriffa

Die Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife ist mit über 200.000 Einwohnern eine moderne Großstadt mit vielen Einkaufsmöglichkeiten, Bars und Restaurants, in denen köstliche kanarische Spezialitäten angeboten werden. Beeindruckend ist der Hochseehafen der Stadt, der von unzähligen Handels- und Kreuzfahrtschiffen angesteuert wird. Wahrzeichen von Santa Cruz de Tenerife ist das Auditorio de Tenerife. Die Kongress- und Konzerthalle liegt direkt am Meer und ähnelt in der Architektur dem weltberühmten Opernhaus von Sydney. In unmittelbarer Nähe des Auditorios de Tenerife liegt der Parque Maritimo. Hierbei handelt es sich um eine wunderschön gestaltete Badelandschaft mit drei Meerwasserpools, exotischen Palmen und tropischen Wasserfällen. Zum Park gehört ein weißer Atlantikstrand, der zum Beach Volleyball einlädt. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt außerdem die Iglesia de Nuestra Señora de la Conceptión, die älteste Pfarrkirche der Insel. Besonders schillernd und lebensfroh zeigt sich Santa Cruz de Tenerife zur Karnevalszeit.

Insbesondere Familien mit Kindern werden vom Loro Park begeistert sein. Der Loro Parque gilt als schönster Zoo Europas. Nirgendwo auf der Welt findet man mehr verschiedene Papageien an einem Ort. Über 350 verschiedene Arten leben in dem Papageienpark. Neben den bunten Vögeln beherbergt der Park auch Meerestiere wie Delfine, Seelöwen und Orcas, die in kurzweiligen Shows ihre Kunststücke zeigen. Weitere Attraktionen des Parks sind die Tigerinsel sowie das weltweit größte Pinguinarium, das unter einer künstlich beschneiten Kuppel rund 200 Königs- und Felsenpinguinen ein Zuhause bietet.

Ein anderer Park auf Teneriffa, der unbedingt einen Besuch lohnt, ist der im thailändischen Stil gehaltene Siam Park. Im größten Wasserpark Europas versprechen acht verschiedene Rutschen auf 185.000 Hektar Fläche adrenalinhaltige Abenteuer. Die Hauptattraktion des Siam Parks ist die Rutsche „Tower of Power“. Die Rutschpartie beginnt auf 28 Meter Höhe. Danach führt sie fast senkrecht in die Tiefe und endet spektakulär in einem Haifischbecken.

Der Parque Nacional de Teide ist ein Ausflugsziel der Superlative. Der Park ist nicht nur der größte Nationalpark der Kanarischen Inseln und sondern beherbergt auch Spaniens höchsten Berg: den 3.718 Meter hohen Vulkan Teide. Kein Wunder also, dass der Park von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Besucher erwartet im Nationalpark Teide eine faszinierende Mondlandschaft voller Schluchten, Geröllfelder, Lavaflüssen und Krater. Im Park sind außerdem über 130 Pflanzenarten beheimatet. 20 davon sind endemisch. Wer den Park im Frühling besucht, wird von dem farbenfrohen Blütenmeer, das einen herrlichen Kontrast zur grauen Vulkanlandschaft bietet, begeistert sein. Ein gut ausgebautes Wandernetz mit 12 verschiedenen Wegen lädt dazu ein, den Park zu Fuß zu erkunden. Eine Seilbahn führt bis auf 3.555 Meter Höhe zum Gipfel des erloschenen Vulkans Teide. Von hier aus bietet sich bei klarem Wetter eine herrliche Sicht auf die benachbarten Kanareninseln La Gomera, El Hierro und La Palma.

Eine der schönsten Wandermöglichkeiten auf Teneriffa bietet die Masca-Schlucht. Eine rund vierstündige Wanderung führt vom Dörfchen Maca aus durch eine malerische Landschaft voller Mandelbäume, Dattelbäume und kleiner Bäche zum Strand. Von hier aus starten Bootstouren zu Los Alcantilados de Los Gigantes. Die 500 Meter hohen Klippen, die senkrecht aus dem Atlantischen Ozean aufragen, sind die zweithöchsten Klippen Europas. An manchen Tagen zeigen sich Wale oder Delfine im Meer und perfektionieren das Naturschauspiel.

Im Norden der Urlaubsinsel Teneriffa liegt das Bergdorf Icod de los Vinos. Hauptattraktion des Ortes ist der sogenannte Jahrtausend-Baum „Drago Milenario“. Hierbei handelt es sich um einen riesigen Drachenbaum, der als ältester Baum Teneriffas gilt. Lange ging man davon aus, dass der Baum mehrere Tausend Jahre alt sei. Nach neusten Erkenntnissen wird das Alter des Drago Milenario auf 400 Jahre geschätzt. Icod de los Vinos ist außerdem für seine hervorragenden Weine bekannt. Nahe des Dorfes befindet sich Europas längste Lavahöhle: Die Cueva del Viento. Weltweit einzigartig ist, dass die Höhlenlandschaft mit ihren Galerien drei übereinanderliegende Vulkanröhren umfasst. 17 Kilometer des Höhlensystems sind bisher erschlossen, wovon aber knapp 200 Meter für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Ausgerüstet Helm und Stirnlampe können die Besucher in eine faszinierende unterirdische Vulkanwelt eintauchen.