Pyramiden von Güímar

Die Pyramiden von Güímar sind sechs rechteckige pyramidenförmige Baustrukturen aus Lavastein im Bezirk Chacona, welcher ein Teil der Stadt von Güímar auf der kanarischen Insel Teneriffa ist. Es wird behauptet, dass die Strukturen aus dem 19. Jahrhundert stammen. Ihre ursprüngliche Funktion wäre im Rahmen der modernen landwirtschaftlichen Methoden zu sehen. Allerdings erbrachten die Ausgrabungen bislang keine schlüssigen Antworten auf diese Frage.


Andere Pyramiden, die nach den gleichen Methoden und mit identischen Materialien gebaut wurden, kann man in verschiedenen Orten auf Teneriffa finden. In Güímar selbst gab es neun Pyramiden, nur sechs davon überlebten jedoch. Die berühmten Pyramiden von Güímar sind eine beliebte Attraktion auf der Insel. Im Gegensatz zu den meisten anderen Pyramiden auf der ganzen Welt sind sie, wie eingangs erwähnt, nicht besonders alt.

Offenbar waren diese pyramidenförmigen Strukturen einmal auf der ganzen Insel anzutreffen. Aber im Laufe der Jahrzehnte wurden sie systematisch abgebaut, um als billige Baustoffe zu dienen. Archäologen und Behörden reagierten mit Spott, als eine lokale Zeitung einen Artikel veröffentlichte, in dem behauptet wurde, dass geheimnisvolle Stufen-Pyramiden auf der Insel Teneriffa entdeckt worden waren. Sie sind nämlich nichts anderes als landwirtschaftliche Steinterrassen, wie sie auf den Kanaren weit verbreitet sind.

Aber der norwegische Ethnologe Thor Heyerdahl dachte anders. Dr. Heyerdahl, welcher umfangreich die Pyramiden von Túcume in Peru erforschte, faszinierten die Fotos der Stätte. Bei seinem Besuch im Güímarer Tal meinte er schließlich, dass diese Strukturen weder Terrassen noch zufällig von den Spaniern angerichtete Steinhaufen seien, wie einige sich die Pyramiden von Teneriffa zu erklären versuchten. Er sah sie als mühsam aufgebaute Stufen-Pyramiden, nach ähnlichen Prinzipien wie die in Mexiko, Peru und dem alten Mesopotamien.

Der Ethnographische Park Pirámides de Güímar bietet Touristen die Möglichkeit, diese seltenen und interessanten Strukturen zu besuchen, und verbindet Sie mit den faszinierenden Erklärungen der Theorien über die mögliche Ausbreitung der antiken Zivilisationen. Neben den sechs Pyramiden, beherbergt der ethnographische Park auch das Museo Casa Chacona (Museum der Casa Chacona), mit einer lebensgroßen Replika von Dr. Heyerdahls Boot, und einer Ausstellung indigener Masken und Keramikfigure. Es gibt auch ein Auditorium und Kino, sowie eine Cafeteria und einen ökologischen Souvenirshop. Wen Geschichte interessiert, dem werden diese geheimnisvollen Wunder gleich hier an der Ostküste von Teneriffa ein faszinierendes Urlaubserlebnis bieten. Bild by bjoern.f | Björn Freiberg Fotografie


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